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Gegenstand des Studiums

Studienpläne der Fächer Urgeschichtliche Archäologie und Frühgeschichtliche Archäologie

 

Gegenstand des Studiums

Gegenstand der Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie ist die Erforschung der Kultur-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Menschen von seinem ersten Auftreten an.

Gegenstand der Urgeschichtlichen Archäologie ist die Erforschung der Kulturgeschichte vom ersten Auftreten des Menschen bis zum Einsetzen historisch auswertbarer Schriftquellen. Die ältesten Abschnitte (Paläolithikum, Mesolithikum) umfassen die Entwicklungsstufe der aneignenden Wirtschaftsweise (Sammler und Jäger), der jüngere Abschnitt (Neolithikum, Metallzeiten) die Entwicklungsstufen vom Einsetzen der nahrungsproduzierenden Wirtschaftsweise bis hin zum Studium der jeweiligen »Hochkultur«.

Die Erforschung des großen Zeitraums der Altsteinzeit ist eng mit den Problemen der Geologie verknüpft, während der jüngere Teil der Urgeschichte, von der Mittelsteinzeit bis zum Beginn der historischen Überlieferung, ähnliche Probleme wie die Völkerkunde, die anderen Archäologien und die Alte Geschichte behandelt. Aus diesem Grund hat sich in der Praxis von Forschung und Lehre eine Trennung eingebürgert. Die Urgeschichte im engeren Sinne beschäftigt sich mit den altsteinzeitlichen Jägern und Sammlern. Die darauf folgende Ur- oder Vorgeschichte der letzten 10.000 Jahre behandelt die nacheiszeitlichen Jäger und Sammler, die Bauernkulturen der Jungsteinzeit und die komplexen Organisationsformen der metallzeitlichen Gesellschaften.

Die Frühgeschichtliche Archäologie erforscht die Zeiten, deren Geschichte zwar durch schriftliche Überlieferung in Grundzügen bekannt ist, deren Kulturgeschichte jedoch wesentlich anhand der Bodenfunde dargestellt werden muß; sie schließt die Archäologie des Mittelalters ein.

Da die schriftliche Überlieferung regional zu verschiedenen Zeiten einsetzt, besitzt die Grenze zwischen Urgeschichte und Frühgeschichte ein räumliches und zeitliches Gefälle. So beginnt die Frühgeschichte in Mesopotamien etwa 3000 v.Chr., in Skandinavien eigentlich erst um 1000 n.Chr.

Aufgabe der Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie ist es, - ähnlich der Völkerkunde - Kulturgeschichte des Menschen im weitesten Sinne darzustellen; dazu gehört nicht nur die Beschreibung der Sachkultur und die Interpretation der geistigen Kultur, sondern ebenso die Erfassung der natürlichen Umwelt und ihrer Veränderung durch den Menschen. Ur- und Frühgeschichte ist deshalb zwar in der Zielsetzung ein historisches Fach, bedient sich aber neben geisteswissenschaftlichen Methoden in großem Umfange auch naturwissenschaftlicher Methoden.

 

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